'Hätte ich nicht für die Anthroposophie zu sorgen, würde ich Landwirt werden.'
Rudolf Steiner zu Graf Polzer-Hoditz
 

RUDOLF STEINER (1861-1925)

Zunächst als Goetheforscher, Philosoph, Schriftsteller und Literaturkritiker in Fachkreisen geschätzt, später als Begründer der Anthroposophie, Schulgründer, Künstler und Sozialreformer weltweit bekannt geworden, hat Steiner - zumeist quer zu den Denkgewohnheiten seiner Zeit - immer wieder Bestehendes auf den Kopf und Zukünftiges auf die Beine gestellt.

Sein Lebensgang ist erfüllt von innerer Dynamik, wie Dramatik und zeigt eine beispiellose Schaffenskraft. Mit äusserster Intensität arbeitete er im Zeitalter des Materialismus für eine Weltanschauung, in der der Zusammenhang von Mensch und Kosmos wieder neu in den Mittelpunkt des Bewusstseins gerückt wurde.
Heute gilt er als einer der einflussreichsten Reformer des 20. Jahrhunderts. 2011 beschrieb ihn 'Die Zeit' als die große Ausnahme. "Von den anderen lebensreformerisch gesinnten Herren mag es hier und da noch ein nach ihnen benanntes Müsli, irgendeine Wasser- oder Semmelkur geben. Rudolf Steiner ist der letzte und nach dem Niedergang des Marxismus auch der einzige Sohn des deutschen Idealismus, der den Praxistest überlebt hat".* 

Seine Innovationen prägen den Mainstream des 21. Jahrhundert mit und tragen unerschöpftes Potenzial für die grossen Gestaltungsfragen der Zukunft in sich. 

Wenige Monate vor seiner Erkrankung, zehn Monate vor seinem Tod, liegen Wochen intensiver Arbeit in Dornach mit nur wenigen Stunden Schlaf vor ihm. Die Reise nach Koberwitz in Polen stellt auf vielerlei Hinsicht eine Besonderheit dar. Nicht zuletzt dadurch, dass dort in nur zehn Tagen eine Kulturtat für Erde, Tier und Mensch aus der Zukunft gesät wurde, die heute, 90 Jahre später, langsam aufzugehen beginnt.
 

* Iris Radisch in DIE ZEIT; Der letzte Prophet. (17.2.2011)

Ausführlicher Pressespiegel zum Jubiläumsjahr 2011 HIER